#BeMoreTerry

As been announced on Terry Pratchett’s facebook page, today would be his 69th birthday and fans are asked to participate in a project that is called Be More Terry.

So to celebrate this genius writer the world has already lost, here is my collection of brilliant quotes (from his novels).

Be more Terry, be brave, be different, be a writer mastermind, wear a sophisticated hat.

„Open your eyes and then open your eyes again.“ – The Wee Free Men

„Death isn’t cruel – merely terribly, terribly good at his job.” – Sourcery

„Inside every old person is a young person wondering what happened.“ – Moving Pictures

„You can’t go around building a better world for people. Only people can build a better world for people. Otherwise it’s just a cage.“ – Witches Abroad

„Time is like a drug. Too much of it kills you.“ – Small Gods

„Getting an education was a bit like a communicable sexual disease. It made you unsuitable for a lot of jobs and then you had the urge to pass it on.“ – Hogfather

„Some humans would do anything to see if it was possible to do it. If you put a large switch in some cave somewhere, with a sign on it saying ‘End-of-the-World Switch. PLEASE DO NOT TOUCH’, the paint wouldn’t even have time to dry.“ – The Truth

„Always remember that the crowd that applauds your coronation is the same crowd that will applaud your beheading. People like a show.“ – Going Postal

„The truth may be out there, but the lies are inside your head.“ – Hogfather

„In ancient times cats were worshipped as gods. They have not forgotten this.“

„Most of the great triumphs and tragedies of history are caused not by people being fundamentally good or fundamentally evil, but by people being fundamentally people.“ – Good Omens

„Human beings make life so interesting. Do you know, that in a universe so full of wonders, they have managed to invent boredom.“ – Hogfather

„The whole of life is just like watching a film. Only it’s as though you always get in ten minutes after the big picture has started, and no-one will tell you the plot, so you have to work it out all yourself from the clues.“ – Moving Pictures

„If you don’t turn your life into a story, you just become a part of someone else’s story.“

„I commend my soul to any God that can find it.“ – Going Postal

„So much universe, and so little time.“

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Ghost in the Shell – Review

Scarlett Johansson ist zurück! Und wie in Under the Skin zeigt sie auch diesmal viel nackte Haut, wenn auch nicht immer ihre eigene. Stattdessen rennt, springt und schießt sie sich als Major im hautengen Kampfanzug durch die Realverfilmung des gleichnamigen Mangas von 1989 und gibt 3D-Fans einen guten Grund, um 16€ für einen Kinobesuch auszugeben.

Was bei Bioshock noch durch Genveränderung (das sogenannte splicen) möglich wurde, erledigt man in der nahen Zukunft offenbar durch kybernetische „Verbesserungen“ am menschlichen Körper. Die Grunddevise: Alles, was man sich ausdenken kann, ist auch möglich. Eine neue synthetische Leber, um in der Bar auch immer noch die allerletzte Runde mitzunehmen – check! Elektronische Linsen mit Zoom- und Röntgenfunktion – done that! Monströse Ausmaße nehmen diese Veränderungen in beiden Fällen an – die sozialkritische Grundaussage ist bei Ghost in the Shell dabei sorgfältig in actiongeladene 107 Minuten gehüllt, wobei es besonders auch die ruhigen, melancholischen Szenen sind, die die Story um Mensch und Maschine so sehenswert machen. 

Und irgendwie hat man da als Cineast das Gefühl, man würde mit Filmzitaten geradezu bombardiert: Eine Katze läuft durch das Bild, wo eigentlich keine Katze sein sollte – ein Fehler in der Matrix? Nein, es ist eine „Fehlfunktion“, genauso wie das kleine Häuschen, das an verschiedenen Stellen unerwartet auftaucht und unter Flimmern einzelner Pixel wieder verschwindet. Als Major in die Software eines stillgelegten Geisha-Bot (und hallo – wer denkt da nicht sofort an Robogeisha und das absurde Waffenarsenal dieses unfassbaren Trash-Streifens?!) eindringen muss, um Hinweise auf den Hacker zu suchen, erinnern sowohl das Grundkonzept als auch die Räumlichkeiten an The Cell, in dem Jennifer-Jenny-from-the-block-Lopez in die Psyche eines Sexualstraftäters eindringen muss, um dessen letztes Opfer (möglichst noch lebendig) ausfindig zu machen. Und oh Wunder: In beiden Fällen ist das keine ganz ungefährliche Idee. Zuguterletzt geht es in Ghost in the Shell auch um Menschlichkeit, Perfektion und Isolation – zu sehen bekommen wir nicht nur den detaillierten Entstehungsprozess (inklusive zahlreicher Nahaufnahmen) von Majors künstlichem Körper, sondern auch ihre regelmäßige „Wartung“. Fast wie in Almodóvars Die Haut in der ich wohne lebt Major zurückgezogen und unter der ständigen Pflege ihrer Schöpferin, wobei sie genau diese permanente Weiterentwicklung mehr und mehr von den anderen Menschen entfernt und die Disharmonie zwischen ihrem Ghost und ihrer Shell unaufhaltsam vergrößert

Dem Film hätten noch mehr jener bedeutungsschwangeren Szenen nicht geschadet – im Gegenteil. Ein optischer (und dank Clint Mansell auch akustischer) Genuss ist Ghost in the Shell dennoch allemal. Und wer sich noch nie mit unserem Verlust der Menschlichkeit durch den technologischen Fortschritt und mit unserer Welt der Vernichtungswaffen beschäftigt hat, sollte dringend zu Anders‘ offenen Briefen Wir Eichmannsöhne greifen. 

Seid ungehorsam! 

– Nein!

Heute ist es passiert! Ich bin ganz offensichtlich über Street Art, bzw. deren Korrektur durch das Känguru gestolpert und muss sagen: Gefällt mir noch mehr als Schnapspralinen und selbst erfundene Titel für Arthouse Filme. Eine klare Absage an die Herrschaft des Konsums und an die Lügen der Labels, die uns ein bestimmtes Image zur Identifikation verkaufen wollen, gezeichnet in simplen Strichen auf die Plakatwand des Kapitalismus. Also ihr lieben Nicht-Mitglieder des Asozialen Netzwerks, Freiheit trägt man nicht an den Füßen oder inhaliert man durch eine Zigarette. Freiheit versteckt sich im Kleinen – zum Beispiel in einem korrigierten Graffito (denn das ist der korrekteste aller Singuli #Kleinkünstler)… 

Review: Lego Batman

Oder: Frag deine Nerd Freunde.

“Black. All important movies start with a black screen.” Recht hat er, der kleine Lego-Batman mit der übertrieben tiefen, dröhnenden Synchronstimme von David Nathan (deren Imitation wir aus den geliebten Big-Bang-Episoden kennen). Meta-Fiktion scheint das Zauberwort zu sein, denn nichts ist aktuell noch mehr en vogue als sich selbst auf den Arm zu nehmen. So scheut Warner Bros (Warum eigentlich nicht Warner Brothers?! #quote) nicht davor zurück, die Logos am Anfang durch die Stimme aus dem Off gehörig hinterfragen und im Folgenden Voldemort, Sauron, die Gremlins und britische Roboter (das bunt gemischte Ensemble an gemeinen Rivalen erinnert fast ein bisschen an den Mix von Horrorfiguren aus The Cabin in the Woods – nur eben in niedlich und ohne Blut…) neben dem Joker kämpfen zu lassen. Dabei finden wir nicht nur heraus, dass Batman Angst vor Schlangenclowns hat (ich hätte ja eher auf Fledermäuse oder eben auf Fledermausclowns gewettet, aber ok) und dass Voldemorts mächtigster Zauberspruch offensichtlich Wingardium Leviosa ist (aber bitte auf die Aussprache achten, es heißt nämlich nicht Wingardium Leviosá! #Hermione), sondern uns wird auch bestätigt, was viele Kenner der unsäglichen Serie aus den 60er Jahren bereits wussten: Das Batman Shark Repellent Spray ist völlig nutzlos! 

Eine Moral gibt es natürlich auch – und so lernt Batman am Ende, dass aus großer Macht auch große Verantwortung folgt… oder Moment, begehe ich hier eine Comic-interne Todsünde und bringe eine Portion Marvel in das DC-Universum? 

Kurzum: Der Mix funktioniert für Kinder, Väter, Nerds und solche, die es noch werden wollen. Einziger Kritikpunkt: Der Joker bleibt in seiner Darstellung (besonders durch seine Synchronstimme) leider ein wenig blass und erinnert zu wenig an einen verrückten Superschurken, um eben jene Rolle im Film zu bekleiden. 
Und wer es noch nicht kennt, schaut sich den legendären Kampf zwischen Batman und Hai hier an: Shark vs Bat

An open letter to Meryl Streep

Well done, well done. While I find myself speechless many times, you found just the right words (even if not your voice) and – which is much harder – also the right timing. Good news are so very rare these days that you need to embrace them and take them with you. Only a few (and only the best) speeches have the potential to really get to you, to touch you. We seem to unlearn the ability to listen, while we perfect the ability to forget and to ignore. But it seems like the internet and press is good for something after all – because it is impossible to avoid your face and the very same headline about your acceptance speech today. Hopefully, many more people will take those six minutes (and an extra-minute to watch the video clip you refer to) to listen and to really think about it. Even if any interpretation is subjective in itself – it seems rarely possible to misinterpret that, dear Mr. President-to-be. Besides, this accusation is not so much about you making fun of a disabled man, but about a person in power who makes fun of another human being. And the question is: Do we really want those people in power?

Hats off, Meryl. 

Artikel Süddeutsche Zeitung
Article on CNN

The Walking Dead Season 07 Episode 01 – Ignorance is bliss

The essential question during this brand new episode of our most beloved zombie fighters  (or more appropriate according to the terminology of the series walker fighters) is: Why?

Not only: Why him? But also: Why are we still watching this?
To warn you right from the start: This won’t be nice, although it won’t be tearing your heart apart for 45 minutes. And there will be spoilers, so if you haven’t caught up on the latest episode yet, you have the chance to keep yourself safe from a severe trauma.

To be honest, I was afraid that the new season might leave us wondering who died for at least another episode (by using long flashbacks to men that try to produce goat cheese, AKA The men who stare at goats). Fortunately, the episode starts right where it left us (and Rick’s group of survivors): Kneeling in a semicircle and waiting to be chosen by Lucille – and by the way: What were you thinking, all you nerds visiting Comic Con in NY and dressing up like Negan with his “vampire bat” Lucille? In retrospect, this was not ok!

I need to admit, I didn’t see it coming and it took me by cold surprise when Negan knocked off his second victim and left me kind of shell-shocked like Rick at the very beginning of the episode. And another confession: I would have been okay with just Abraham dying. Not that he was my least favorite character in the show, but over the seasons you develop your own list of who is dispensable and who’s not. And Abraham never made it out of the last third of mine (just like Eugene, and not only because of his ineffable hair).

But Glenn… I mean, that was cruel. So cruel that I rejected to believe all those rumors during the summer break of TWD about Glenn being the one to finally meet Lucille (just like in the comics). And he was one of my favorites right from the start, even before he became such a badass under the influence of the Governor – who seems like a pretty nice guy after Negan appeared on the screen. This was even worse after he’d literally come back from the dead (kind of like the comeback of Jon Snow in Game of Thrones) during the 6th season – and let’s remember the warm feeling we all shared when we heard Glenn’s voice through that walkie… at least for one nasty second before Negan hits Glenn’s eyeball out of his skull and we have to face that image much longer than we like to.

The rest of “The Day Will Come When You Won’t Be” feels like torture, especially when Negan wants Rick to cut off Carl’s arm to save the group in a scene that feels like an allegory to the Binding of Isaac. When we thought the season 5 introduction to Terminus was bloody gruesome, we hadn’t seen this, yet. Honestly, I’m a little surprised that no one else died (so far) and that Carl kept his arm. And I must say, this newest episode of TWD jumps right at the top of my most unpleasant episodes of TV series that smash you (next to the Red Wedding of GoT and the tragic, yet not that gory The Grove of TWD where Carol needs to take down young Lizzie due to her psychotic behavior).

So let us all mourn poor Abraham-‚Suck-my-nuts‘ and poor Glenn (and of course blood-thirsty Maggie) until next week when our tears might have dried off. ‚Just look at the flowers.‘

„You can’t walk here…“

Der Obdachlose, von dessen Lippen dieses Verbot kommt, schaut grimmig zu uns rüber. Vielleicht hatte die alberne Mitarbeiterin des Ticket-Centers recht, als sie uns am Vortag hinterher sang: „And don’t talk to strangers.“ In vielen Fällen hätte uns dieser Rat vor einem unendlich langen Verkaufsgespräch auf offener Straße gerettet – man darf aber auch einfach nicht höflich sein, wenn einer jener ticket agents die verbale Falle spannt. Nicht lächeln, keinen Blickkontakt (also im Prinzip als sei man Autist) und bestens einfach nur undeutlich „No thanks“ nuscheln, sonst wird man bereits in einen Monolog von gigantischen Ausmaßen eingelullt, der immer auf die gleiche Weise endet: man möge dem Monologisten bitte Geld geben. Vielleicht wäre dies eine gute Gelegenheit, um eine exotische Fremdsprache zu lernen. Schwedisch zum Beispiel. Dann könnte man auf „Hey humans, wanna have a bus?“ einfach mal ganz schlagfertig mit „Hur lämpligt, du slåss som en ko“ antworten. 
Aber wie könnte dieser Satz nun zu Ende gehen? Vielleicht ist es eine Warnung und der Obdachlose zieht gleich eine Fliegenpatsche aus den Lumpen und fügt hinzu: „This is bat country.“ In diesem Fall würden die ständigen Stroboskoplichter nicht auf die Bildschirmreklamen des Times Squares, sondern auf übermäßigen Drogenkonsum zurückzuführen sein. 

Man kann sich in New York ohnehin häufig die Frage stellen, ob die Sinne einem einen Streich spielen, zum Beispiel bei nackten Frauen auf der Straße. Welcher Sinn einen leider niemals trügt, ist der Geruchssinn. Und da muss man leider sagen, dass die meisten Ecken von New York – dieser sagenumwobenen Metropole und place to be – olfaktorisch nicht zu empfehlen sind. 

Was jedoch uneingeschränkt empfohlen werden kann, ist die Uptown-Bustour mit Darius. Wer kein Geld für den Broadway übrig hat, bekommt hier eine Stadtrundfahrt mit Gesangs- und Tanzeinlagen geboten – inklusive Cover von Marilyn Monroes Klassiker „Happy Birthday, dear Mr. President“, welches Darius ähnlich sexy in sein Mikro haucht. Auch gesellschaftskritische Kommentare zum Medienkonsum bekommt man hier serviert, denn Darius weiß, dass er nichts weißt: „I might not be the smartest tour guide, but I have a smartphone.“ Wer es gerne kulinarisch mag, der sollte zu Debra auf den Bus klettern, denn hier erfährt man nicht nur, wo man die Suppe des Suppennazis aus Seinfeld, sondern auch wo man den besten Tofu findet (SpoilerAlarm: bei ihr zu Hause in der Küche). Was jedoch fast alle tour guides gemein haben, ist ihre Haltung zum aktuellen Präsidentschaftkandidaten, welche immer dann offenkundig wird, wenn wir eines der vielen Trump-Gebäude passieren. Eben jene Haltung trifft man auf offener Straße in vielfachen Formen, wie bei einem Bettler mit dem aussagekräftigen Schild „Give me one dollar or I’m voting Trump“ (der womöglich bald Millionär sein wird). 

Wenn wir schon bei Bustouren sind: Vorsicht ist geboten, wenn ihr bei eurer Nachttour von Frank begrüßt werdet. Seine Sandmännchen-Tour durch das Nachtleben von New York ist eher ein Nachtsterben.

Und so geht ein weiterer Tag zu Ende und der Obdachlose beendet seinen Satz: „You can’t walk here – without smiling.“