Grandeur

Keine fliegenden Haie, die die Passagiere im Wirbelsturm verschlingen, no Snakes on a Plane und ich hatte auch keine unheilsverkündenden Visionen direkt vor dem Abflug. Beim Essen der aufgewärmten, einzeln verpackten Mahlzeiten (Hühnchen-Matsch mit Spätzle und Bohnen) plante ich zwar, wie lange ich mit diesen Vorräten nach einem Absturz mit Oceanic 815 überleben könnte – war aber schlussendlich alles nicht nötig. 
Auch für die Landung war ich gewappnet: ich hatte mich mit englischen Liedzitaten auf meinen Einreise-Dialog mit dem Zollbeamten vorbereitet (ein Känguru-Kostüm dabei zu tragen, erschien mir doch zu offensichtlich und immerhin ist es ja eigentlich Marc-Uwe gewesen), dieser war jedoch sehr einsilbig, weil der Drucker nicht kooperieren wollte und ich unzählige Male sämtliche Fingerabdrücke neu scannen musste – wahrscheinlich könnte man mit diesen digitalen Prints den halben Times Square bedecken. Wo man in Deutschland am Flughafen nur Selfie-Sticks kaufen kann, befinden wir uns hier schon auf dem Fortgeschritten-Level: hier muss man unzählige Selfies machen, bevor man weiter darf, von denen das schlimmste – Schlafzimmerblick nach 13 Stunden Reise und im falschen Moment geblinzelt – ausgedruckt wird und jedem weiteren Beamten vorgezeigt werden muss. Und damit: Welcome to the USA. 

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